Anfängerglück ist sprichwörtlich, gilt nach übereinstimmenden Auskünften aber eher nicht für den Startplatz bei Poetry Slams. Nachdem aber beim Slam Westend ist Kiez im Stragula (München) der erste Startplatz später Siegerglück brachte, war ich angemessen nervös, als letzten Sonntag in der Sixtinischen Kapelle des gepflegten Slams der Lostopf gezückt wurde, im Substanz in München. Es war Jubiläumsnacht, die 150ste Zusammenkunft, und die Besetzung war feierlich. Ein Auszug aus der Ankündigung:
„… der Vize- sowie vorjähriger Deutscher Poetry Slam Meister Patrick Salmen, Deutschlands wohl bekanntester Slam Poet Sebastian 23, das Mitglied der deutschen Slam-Nationalmannschaft anlässlich der Slam the WM-Tour des DFB, Clara Nielsen (Bamberg), der Heidelberger Rap Poet Philipp Herold sowie das aktuell angesagteste Berliner Poetry-Team Slamdog Millionnaire (Felix Lobrecht/Malte Rosskopf). Münchens Slamszene wird vertreten von Deutschlands derzeit erfolgreichster Spoken Word Poetin Franziska Hohlmeier, der Finalistin der letzten deutschsprachigen Meisterschaften, Carmen Wegge, Volker Keidel …“ Ganz zu schweigen von dem von mir hochverehrten Grög!
Und mir wurde, zum zweiten Mal, beim zweiten Slam meines nicht mehr so ganz jungen Lebens, Startplatz 1 zugelost. Und zum zweiten Mal gab es am Ende des Abends, im Finale mit dem wunderbaren Patrick Salmen, den ersten Platz. Obwohl ich mir Mühe gebe, habe ich das alles noch nicht verstanden, aber ich arbeite an meinem inneren Muhammad Ali (Aus aktuellem Anlass: R.I.P. Joe Frazier!).
Im Bewusstsein, dass keine Serie für immer hält, aber man weitermachen muss, wenn die Sache einfach Spaß macht, freu ich mich auf die nächsten Slams, am 22.11. im Cord in München, am 18.12. in Gröbenzell und am 08.01.2012 wieder im Substanz. Word!
