Das erste Soloprogramm „Modernde Zeiten – der Trug scheint“, Premiere 2004, gewann den Kabarettnachwuchspreis Ottobrunn/München und brachte Nominierungen für das Passauer Scharfrichterbeil, den Prix Pantheon, Tegtmeiers Erben und den Bielefelder Kabarettpreis ein.
Wie ein Phoenix taucht Sven Kemmler aus dem Aschenbecher abgerauchter Visionen auf und kratzt am Lack der Selbstgefälligkeiten. Verständlich ausgedrückt: Die megageile Neuheit von gestern ist der überflüssige Scheiß von heute, also wohin damit? Ist an sich selbst glauben schon eine Minisekte? Und wenn Weniger mehr ist, ist dann Nichts alles? Und wird „Nichts“ in diesem Fall überhaupt groß geschrieben?
Angetrieben von der Hoffnung, mit einem anspruchsvollem Programm nicht unterzugehen in der stürmischen See der Belanglosigleiten, segelt er hart am Wind des Zeitgeists entlang, erleidet Schiffbruch am Riff der Dauergrinser und Immergewinner, und wird ein Robinson Crusoe voller Entdeckerfreude im Zeitalter der Informations-Inkontinenz.
Regie: Dominik Auer

Stimmen
„Subtil kommt sein Humor daher, verpackt in kleine Geschichten über Gott und die Welt (…) Mal nachdenklich mal bissig teilt er aus (…) Hochaktuell ist Sven Kemmler bei seiner Kritik an Politik und Gesellschaft. Unschlagbar der Wortwitz, durch den er seine Spitzen transportiert und die Bögen, die er von einem Thema zum nächsten schlägt. Verbunden mit seiner ausgeprägten Mimik und Gestik, der Imitation von Stimmen, gibt das vielen der Anekdoten erst den richtigen Pfeffer (…) Kemmler geht weit über konkrete Zeitkritik hinaus.“ Süddeutsche Zeitung 31.10.2005
„Zu den überzeugensten Vertretern eines klassischen Wortkabaretts gehört der ehemalige Unternehmensberater Sven Kemmler. (…) Außerdem gelang Kemmler eine der witzigsten theologischen Beweisführungen seit Ende des Mittelalters.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung 04.05.2006
