Englischstunde

In der Musik schätzt man es, im Marketing nutzt man es und im Urlaub misshandelt man es. Aber was ist es wirklich, dieses Englisch? Es ist Zeit für die komischste, ungewöhnlichste und sinnvollste Englischstunde unserer Zeit.

Ihr Reiseleiter in die Abgründe von Shakespeares Werkzeug und zu den Gipfeln von Eminems Malkasten ist Sven »Seven« Kemmler. Er spricht fünf Dialekte und bis zu acht Akzente fließend und berichtet erstmals unzensiert von seinen Expeditionen in Bedeutungsdschungel und Aussprachwüsten. Von den Sümpfen Alabamas, über Londoner Clubs und asiatische Straßenküchen, bis hin zu schottischen Highlands ist ihm keine Betonung fremd. Seine Mission: Lachen und Lernen.

Denn Englisch ist wie ein Kleiderschrank. Man kann sich zu jedem Anlass die passende Klamotte rausnehmen. Von Controlling und Empowerment schwafelt heute jeder, aber was sind die richtigen Schimpfwörter? Wann kann man das F-Wort verwenden? Und wo? Das sind Fragen, die den Unterschied machen zwischen einer feuchtfröhlichen Verbrüderung und einer diplomatischen Krise.

Und nach abendfüllender Freude an den Absurditäten und Abgründen der vermeintlichen »Weltsprache« und seiner Nutzer geht jeder nach Hause mit einem Strauß an Fremdworten, die direkt ins Herz treffen. Versprochen!

Vorkenntnisse nicht erforderlich.

Premiere am 19.5.2015 in der Münchner Lach- & Schießgesellschaft

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Foto & Collage: Franziska Schrödinger
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Süddeutsche Zeitung

So einen Lehrer hätte man sich früher gewünscht, keine Frage. Aber Sven Kemmler mag (…) gar nicht den besseren, weil cooleren Erziehungs­beauftragten geben. Der will einfach nur spielen – mit der Sprache. Das dringt ihm aus jeder Pore.

In Kleinarbeit klamüsert Kemmler zahllose Spielarten dieser Weltsprache auseinander, nicht ohne dabei den Charakter des dazugehörigen Menschenschlags aufzudecken. Das ist nicht nur verdammt komisch, sondern auch noch erhellend.

Conclusio: Wer ein cooler Lehrer sein will, kommt gefälligst mit der ganzen Klasse.

Thomas Becker

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Pressefoto
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Foto: Franziska Schrödinger
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Offizielles Plakat
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Zeichnung: Jessica Korn
Grafik: Jeannette Kummer
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Münchner Merkur

Wenn man von einem Kabarettprogramm sagen kann, dass es nicht nur unterhält, sondern sogar bildet, dann gilt das in der Branche als großes Lob. (…) Denn Kemmler, ganz virtuoser Künstler, beherrscht nicht nur die (Hoch-)Sprache, sondern taucht auch tief ein in die verschiedensten Akzente und Slangs, sein Kurzlehrgang ist eine Reise in die Mentalität der Menschen, die Englisch sprechen – oder zumindest versuchen. (…)

‚Girlie Talk‘ (‚It’s like – you know?!‘), die berühmte ‚steife Oberlippe‘, ja sogar die Art und Weise, in der Engländer das Englisch der Deutschen parodieren – kommt alles vor an diesem Abend, der ganz by the way das Politische an und in der Sprache offenbart.

Rudolf Ogiermann

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Abendzeitung München

Seine stupende Fähigkeit, Akzente und Dialekte perfekt herzustellen, selbst wenn er die dazugehörige Fremdsprache gar nicht beherrscht, beeindruckte schon bei seinem Japanisch im Vorgängerprogramm […]

Sein Englischunterricht ist Erwachsenenbildung mal anders und wieder hoch komisch. […] Kemmlers Symphathie gilt unmissverständlich den Bravehearts und Highlanders. Die Abneigung der Schotten gegen Engländer teilt er […] An der Pflege traditioneller Feindbilder ist der 46-Jährige natürlich nicht interessiert. Er will nur spielen, und das macht er ebenso liebevoll wie virtuos mit den nationalen Klischees, soweit sie sich aus dem Gebrauch des Englischen herleiten lassen.

Mathias Hejny

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Main-Echo

Es gab so viel zum Kichern, Feixen, Staunen und Grübeln, dass die Zeit mit dem gemütlichen, aber wortgewaltigen Bayern viel zu schnell vorbei war. (…) Es machte irren Spaß, mit Kemmler durch die Sprachregionen Amerikas zu reisen: zu dem auf Gras oder ähnliche bewusstseinserweiternde Substanzen gebetteten schneckenlangsamen »Dudism« und zum Gegenteil, dem ‚Urban American‘, der rasanten Sprache des Hip Hop. Faszinierend, was Kemmler auch noch alles wusste über das Englisch diesseits des Atlantik, das kernige Idiom der Schotten etwa und die Sprachgewalt von William Shakespeare.

Melanie Pollinger

Aargauer Zeitung

Kemmler zündet sprachlich und schauspielerisch auf der Bühne ein Feuerwerk, das sich mit dem pyrotechnischen am «Züri-Fäscht»-Himmel locker aufnehmen kann. (…) Denn die sich Schlag auf Schlag folgenden Themen und Einfälle, verbunden mit einer verblüffenden Palette von Sprachmelodien und mitreissender mimischer Vielfalt, sorgten für helle Begeisterung.

Kemmlers Vermittlung von Variationen des Englischen – angefangen bei der chinesischen Business-Variante über die der Hip-Hopper («to fuck or not to be»), der amerikanischen Südstaatler, der Japaner, der Italiener bis hin zum Englisch der Schotten – bringen einem nicht nur die Sprache nah, sondern auch Land und Leute. Das ist hohe Schule des Kabaretts.

Rosmarie Mehlin

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